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Montag, 6. Dezember 2010

Der Fall 'fortes fide'

Andere haben es ja bereits kommentiert -etwa hier, hier oder hier- ein Priester der Diözese Osnabrück steht im Verdacht, kinderpornographische Dateien heruntergeladen zu haben. Hier ein Bericht der Osnabrücker Zeitung dazu. Dem Vernehmen nach soll es sich dabei um den in der katholischen Blogospähre nicht unbekannten 'fortes fide' handeln.

Sollte sich das bewahrheiten, dann hat sich ein 'fest in Treue' stehender Priester schwer verirrt. Wobei das wohl einer der größten Gefahren des konservativ ausgerichteten katholischen Glaubens aufzeigt, dass man nämlich vor lauter Stolz über die eigene 'Rechtgläubigkeit' seine Sündhaftigkeit komplett übersieht.

Wir alle sind Sünder und kein bisschen besser als dieser Priester; selbst wenn wir jetzt diese spezielle Sünde nicht begangen haben. Nur weil man die ganze Zeit die [liturgischen] Sünden-Splitter im Auge des liberal-katholischen Banknachbars ansieht, nimmt man nämlich die eigenen Balken noch lange nicht wahr. Und selbst rubrikengetreue Zelebration schützt offensichtlich nicht vor dem Verwirrer.

Ich bitte den HERRN um mehr Demut & Bescheidenheit, dass ich meine eigene Sündhaftigkeit ertragen und wirklich anschauen kann.

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