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Sonntag, 5. Dezember 2010

Dies natalis solis invicti

Hier ein hervorragendes Beispiel, wie der Mainstream über Advent und Weihnachten denkt. Eine Melange aus so ziemlich jedem Vorurteil, Halbwahrheit und glatter Lüge, die billig am Markt zu haben ist. Als Beleg dafür mutiert Alexander Hislop schnell noch zum Gelehrten und sein [Mach]Werk 'Von Babylon nach Rom' zum religionsgeschichtlichen Standardwerk.

Das traurige ist: Alexander Hislop wird in evangelikalen Kreisen durchaus gelesen und auch geschätzt, selbst wenn seine Thesen noch so absurd sind. Das Hislop wohl weniger  aus Liebe zur Wahrheit als aus Hass auf die katholische Kirche geschrieben hat, wird dabei völlig ausgeblendet; beziehungsweise wird das wohl mit klammheimlicher Freude geteilt. Hups, war jetzt nicht im rechten ökumenischen Geist formuliert, sorry.

Seine Saat ist aufgegangen. Heute gibt's in München einen schwul-lesbischen Weihnachtsmarkt und keinem kommt's absurd vor. Weil wir 'wissen' ja, dass Weihnachten eh nur ein heidnisches Fest war und 'frommer' Schwindel ist und keine 'christliche' Bedeutung besitzt und warum sich also darüber echauffieren?

Kommentare:

Alipius hat gesagt…

Wow! Der Artikel bei Heise ist aber wirklich schlecht.

Benjamin Benoni hat gesagt…

@ Alipius

Wobei der Autor Arno Kleinebeckel via 'Weltbild' ein Buch vertreibt. Zum Kohle machen ist das katholische dann doch wieder gut genug.

Tarcisius hat gesagt…

ich kenne wenige gute TP-Artikel ...

Benjamin Benoni hat gesagt…

@ Tarcisius

Jepp, TP ist doof. Aber TP zeigt, wie & was der 'normale' Mensch heutzutage denkt und das macht's dann doch wieder interessant.

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