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Montag, 13. Dezember 2010

Erzengel Michael

Am Ende jeder hl.Messe [natürlich nur noch in der außerordentlichen Form] wird ein Gebet um Schutz an den Erzengel Michael gebetet.


Heiliger Erzengel Michael,
verteidige uns im Kampfe;
gegen die Bosheit und die Nachstellungen
des Teufels, sei unser Schutz.
‘Gott gebiete ihm‘, so bitten wir flehentlich;
du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen,
stoße den Satan und die anderen bösen Geister,
die in der Welt umherschleichen,
um die Seelen zu verderben,
durch die Kraft Gottes in die Hölle.
Amen.

*Gott gebiete ihm* ist ein Zitat aus Judas 9 und die Vorstellung, dass der Erzengel in der Lage ist, Satan und die bösen Geister niederzuwerfen, ist ein Bild aus der Offenbarung 12.

Ich verstehe zunehmend mehr, wozu dies gebetet wird. Gestern ging mir die Frage durch den Kopf: Wer ist eigentlich dieser Satan?  Ich glaube, das offensichtlich Böse kann jeder erkennen und das ist es auch nicht das was die wahre Verführungskunst des Verwirrers ausmacht. Wer will schon böse sein? Doch wohl kaum jemand.

Der 'Teufel und Satan, der die ganze Welt verführt' wird nicht sagen: Ich bin der Satan!

Sondern im Gegenteil. Der Satan überzeugt immer mit guten Argumenten, aufrichtigen Überzeugungen und was er sagt, klingt alles erst mal gut & richtig. Nicht umsonst will er IHN in der Wüste mit der Schrift in der Hand überreden, Gott zu versuchen. Satan ist schlau und er gibt sich fromm, wenn es Not tut.

Dagegen hilft im Grunde nichts weiter als der Blick in die eigene Seele um all das Schwarze, Dunkle & Niederträchtige wirklich anzuschauen. Der Teufel will einem das immer ausreden und lässt einem rechten und richten, dass es gerade lustig ist. Gerade beim eher 'konservativen' Katholiken sehe ich da große Gefahren, die Rechtgläubigkeit mit der Sündlosigkeit zu verwechseln. Obwohl man es ja eigentlich besser wissen sollte.

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