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Montag, 31. Januar 2011

Ein großes Glück

Ungefähr 500 von mir zu Hause weg gibt es ein kleines Kirchlein, in der ein ebenso kleiner Priester jeden Morgen die hl. Messe feiert. Der Priester muss wohl irgendwo aus dem Osten stammen und spricht ein ungewohntes, kraftvolles und geradezu archaisches Deutsch.

Bei der Zelebration dieses Priester spüre ich, hier steht ein Mensch im Geist und in der Freude des HErrn. Der Priester ist sicherlich kein ausgefuchster Prediger, genau genommen predigt er nicht, sondern hält lediglich Homilie, in der er das Evangelium mit einfachen und klaren Worten auslegt. Er spricht über das Gebet zu IHm, Himmel und Hölle, über Sünde & Erlösung. Keine besonders 'modernen' Themen also.

Ich weiß, dass er unter seinen Brüdern im priesterlichen Dienst ein mild belächelter Außenseiter ist. Pastoral nehmen die ihn nicht ernst. Da dieser Priester aber ein einnehmendes & freundliches Wesen besitzt, wird er wohl irgendwie mit durchgezogen. An der unbedeutendste, kleinsten & verstecktesten Kirche der Innenstadt. Trotzdem besitzt dieser Priester eine echte betende Gemeinde, in der praktisch täglich Anbetung, Rosenkranz & Vesper gehalten werden ... hmmhmm ...

Aus seltsamen & unerfindlichen Gründen wurde diese winzige Kirche von der nachkonziliaren Zerstörungswut verschont. Besitzt also nur einen wunderschönen Hochaltar und keinen Mahltisch. Nun muss dieser Priester die hl. Eucharistie nolens volens jeden Tag Richtung SEinem Kreuz feiern. Vermutlich aus dieser unbilligen Härte heraus, hat sich kein anderer Priester für diese Kirche gefunden.

Dazu kommt, dieser Priester hält sich in einer wunderbar ruhigen & stillen Art genau an das Messbuch, nimmt relativ oft das erste Hochgebet, spricht die Wandlungsworte neuerdings auf Latein -wohl um ohne Ungehorsam den unsäglichen 'Pro Multis' Streit auf elegante Art zu lösen- und die Hälfte der Gemeinde empfängt die Mundkommunion und die andere Hälfte auf würdevolle Art die Kommunion auf die Hand. Ohne Streit & Hader.

Das hört sich wie erfunden an? Ist es aber nicht, so etwas gibt's wirklich und ist fünf Minuten von mir mit dem Fahrrad zu erreichen. Und zwei, drei Kilometer weiter gibt es eine kleine Kapelle der FSSP, in der ebenfalls jeden Morgen die hl. Eucharistie gefeiert wird.

Ich muss gestehen, seit ich bei der Frühmesse die Wahl zwischen dieser 'normalen' Messe [ja, sie entspricht exakt der ordentlichen Form, aber so habe ich sie woanders leider noch nie erlebt] und der hl. Messe in der außerordentlicher Form habe, gehe ich oft in die normale Messe. Weil sie für mich im Alltag einfacher, schlichter und konzentrierter ist. Ich kann Latein und bete auch manchmal in Latein, dennoch ist die außerordentliche Form nichts für jeden Tag. So sehe ich das zumindest. Der hl. Vater wünscht sich bekanntlich, dass sich beide Formen gegenseitig bereichern und ich denke diesem Wunsch zu entsprechen, indem ich in beiden Formen in's Gebet finde.

Ich empfinde diese Situation als großes Glück. Ich weiß aber, für die meisten Katholiken ist so etwas inzwischen undenkbar geworden. Ich muss eingestehen, seit ich diese winzige Kirche mit ihrem kleinen Priester entdeckt habe, finde ich wieder positive Seiten an der heilige Messe in der ordentlichen Form.

Ich denke mir oft, die ganze Diskussion um Kirchenaustritte, Priestermangel, Zölibat und so weiter, geht am Kern des Problems vorbei. Wo es keine betende Gemeinden mehr gibt, braucht es auch keine Priester mehr. Und betende Gemeinden fallen nicht einfach so vom Himmel. Sondern werden in Jahrzehnten priesterlichen Dienstes geformt. Dieser kleine, unbedeutende & unbeachtete Priester hat etwas geschaffen, an was seine gesamten Kollegen mit ihren gewaltigen Pastoralkonzepten, Strukturreformen & 'Kirche im Aufbruch' wohl gar nicht mehr denken, nämlich eine kleine, fromme und betende Gemeinschaft, in der diese Menschen jeden Morgen selbst bei -12º Grad zusammenkommen, um in der Vergegenwärtigung seines Opfers Gemeinschaft mit IHm zu halten.


Sonntag, 30. Januar 2011

Pektorale

Heiligenkreuzer Pektorale von 2009 

Um nicht immer nur alles schlecht zu reden, ein -aus meiner Sicht- gelungenes Beispiel für einen 'modernen' liturgischen Gegenstand, ist das neue Pektorale des Abts von Heiligenkreuz, z. Z. noch Abt Gregor Henckel von Donnersmarck. Über die Entstehungsgeschichte und die Hintergründe dieser ungewohnten Symbolik bloggt hier der Künstler selber.

Von dem Pektorale findet sich hier eine Großaufnahme. In einer Meditation über das fragmentierte Kreuz in Einheit mit dem Davidstern fand ich die Darstellung zuerst ... unpassend, aber langsam erschließt sich mir die große Tiefe dieses Werkes. Da ist nicht nur künstlerischer Gestaltungswille, sondern es wird eine 2000jährige Geschichte erzählt, mit dem Reliquiar als dramatischer Kontrapunkt.

Im Vergleich dazu das alte Pektorale:
Abt Gregor Henckel von Donnersmarck

Das ist natürlich auch ein schlichtes & schönes Kreuz aus einer Zisterzienserabtei, das Kreuz allein lädt immer zur Betrachtung ein. Aber das neue Pektorale besitzt etwas, was jede gute Kunst besitzt, wenn sie im Glauben verankert ist, nämlich 'Tiefe'.

Mittwoch, 26. Januar 2011

Wiedereinführung des säkularen Zölibats

Was leider zu wenige wissen, bis in die 50'iger Jahre gab es auch säkulare Formen des Zölibats, etwa im Dienstrecht für Lehrerinnen, bevor die sich mit Binnen-I- geschrieben haben. Erst Mitte der 50'iger hat als letztes Bundesland Baden-Würtemberg das Heiratsverbot für weibliche Lehrkräfte abgeschafft. In der Schweiz galt das sogar noch länger, bis in die 60'iger Jahre hinein.


Aus dieser Zeit ein Plädoyer der Zentrumspolitikerin Maria Schmitz für das Lehrerinnen-Zölibat:
"Die Lehrerin - wie wir sie gewünscht und erzogen haben - soll sich mit ganzer Kraft ihrem Beruf widmen. Sie soll ausscheiden aus dem Beruf, wenn sie erkennt, daß sie in die Ehe eintreten und einen anderen hochwertigen Beruf ergreifen soll. Sie soll, solange sie in der Schule steht, ungeteilt sein. Und sie soll aus diesem Erleben heraus die Fähigkeit haben, den Lehrberuf auch als Lebensberuf zu sehen, sich ihm für immer zu weihen, und sie kann das um so mehr, wenn sie in der katholischen Kirche steht, die ihr in der Lehre von dergottgeweihten Jungfräulichkeit einen herrlichen Fingerzeig, ja eine Verklärung für diese Ganzheitsaufgabe des Berufes gibt. Es ist eine soziale Tat unseres Vereins, wenn er von seinen Mitgliedern erwartet, daß gerade sie, die Volkserzieherinnen, nicht Ehe und Schuldienst miteinander verbinden. Sie sollen vorleben, was sie als soziale Entwicklung erwarten: die Wiedergewinnung der Frau ungeteilt für Familie… Unser Ideal ist die Verbindung christlicher Jungfräulichkeit mit dem Lehrerinnenideal. Die ist in einer Zeit, wo ein heiliger Radikalismus dem Radikalismus der Gottlosen gegenübergestellt werden muß, so zeitgemäß wie je“.


Gefällt mir, mit der war bestimmt nicht leicht Kirschen essen. 
Statt immer nur defensiv zu agieren, warum als Kirche nicht mal in die Offensive gehen? Ich stelle mir vor, wie die heutige Öffentlichkeit auf die Forderung reagieren würde, das Zölibat in seine säkularen Form wieder einzuführen. 

Der Sämann

In der heutigen Lesung gibt's eine seltsame Stelle, in der Jesus über denen da, die draußen sind spricht und seinen Jüngern erklärt, warum er ihnen nur Gleichnisse gibt:

"damit sie mit sehenden Augen sehen und doch nicht erkennen, und mit hörenden Ohren hören und doch nicht verstehen, damit sie nicht etwa umkehren und ihnen die Sünden vergeben werden" Markus 4,12

Das ist unschwer als Zitat aus Jesaja 6, 9-10 zu erkennen: 

Und er sprach: Geh und sprich zu diesem Volk: Hört immerfort und versteht nicht, seht immerzu und erkennt nicht! Mache das Herz dieses Volkes unempfänglich, und mache seine Ohren schwer und verklebe seine Augen, damit es mit seinen Augen nicht sieht und mit seinen Ohren nicht hört, und damit sein Herz nicht zur Einsicht kommt und es sich nicht bekehrt und für sich Heilung findet!

In der Vision von Jesaja spricht das einer der Seraphim. Es wird weiter gesagt, dass die Blindheit des Herzens so lange anhalten wird, bis die Städte verwüstet und das Land öde & leer ist. Jesaja wird zwar losgeschickt und gleichzeitig wird ihm der Misserfolg seiner Mission vorhergesagt. Das ganze ist also eine ziemlich hoffnungslose Situation. Auf selbige bezieht sich Jesus.


Das Gleichnis vom Sämann sieht zunächst einmal so schön einfach aus. Jeder scheint es verstehen zu können und jeder möchte natürlich auch der 'gute' Boden sein, der SEin Wort & Wahrheit aufnimmt und tausendfache Frucht bringt und so weiter. 


Nur: Jesus scheint erhebliche Zweifel darüber gehabt zu haben, ob er verstanden wird, genau genommen ging er wohl eher davon aus, dass er die 'Fettheit' des Herzens nicht durchdringen wird. Selbst seine Jünger verstehen ihn nicht, also die, die ihm am nächsten waren. Und warum sollte es heute anders sein? 


Jesus ist mir ein Fremder. Ich sitze hier in unserem scheiß-reichen Europa im reichsten Land von allen und scheinbar dreht's sich nur noch um den eigenen Bauchnabel.



HErr, nimm von mir die Fettheit meines Herzens.


just my 2 cent

Dienstag, 25. Januar 2011

Dom



Ich habe inzwischen herausgefunden, so ziemlich alles über den Dom zu Arlesheim erfährt man hier. Insbesondere die Panoramafunktion ist grandios.

Inflationäre Wortmacherei

Ich weiß nicht, ob es in der Schweiz andere Hochgebete gibt als im Rest der katholischen Kirche -gab's nicht mal so etwas wie die 'Schweizer Hochgebete' für besondere pastorale Situationen?- aber irgendwie hat sich das Hochgebet heute morgen in der Frühmesse verdächtig selbstformuliert angehört. Wobei auffällig war, dass in diesem Gebet alles mögliche erwähnt worden ist, erstaunlicherweise nur nicht das Opfer Jesu Christie.


Den Leuten bemerken so etwas scheinbar gar nicht mehr. Sie hören imho eh nicht mehr zu, was der Priester da konkret betet. Zu viele Worte. Das mag ja alle nett gemeint sein, aber wenn mehr als vier oder fünf komplizierte theologische Lieblings-Konstruktionen in einem einzigen Hochgebet verbraten werden, dann ist das Überforderung.


Eine Gottesdienst sollte frei von Überraschungen sein. Je liberaler der Pfarrer, desto ausgelieferter ist man meiner Meinung nach dessen Willkür. Was soll ich machen? Nach der hl. Messe in die Sakristei wanzen und den Priester bitten, beim nächsten mal doch Bitte Bitte ein approbiertes Hochgebet zu benützen? Und seine inflationäre Wortmacherei vielleicht a bisserl einzuschränken?


Käme ich mir doof vor. Undankbar. Immerhin hat dieser Priester mir heute morgen den wahren und wirklichen Leib Christie gereicht, dafür will ich dankbar sein.

Montag, 24. Januar 2011

Gods Sabbath

Zum morgigen Fest der Bekehrung des hl. Paulus wurde ich gefragt, was ich davon halte Der Text findet sich auf dieser Homepage:


http://www.gods-sabbath.de/

Vieles davon ist natürlich reiner Quatsch, etwa das Christen Paulus als Gott anbeten würden. Das ist überdrehte Polemik und imho Ausdruck von einem eher verwirrten Geist - einer ernsthaften Auseinandersetzung nicht würdig.
 

Was aber interessant ist, wie sich hier jemand aus 'frei' flottierende Themen quasi ein synkretistischen Glauben neu zusammenbastelt.


Ausgangspunkt ist -wie eigentlich immer- dass die Kirche, respektive Paulus, die Absichten und Vorstellung des jüdischen Rabbi Jesu verfemt & verfälscht hat und grundsätzlich lügt. Die gesamte Kirchengeschichte leidet unter diesem 'falschen' Anfang und man muss also tabula rasa machen, ganz von vorne anfangen und so weiter und so weiter.

Der Jude Paulus -der den inneren Jesus entdeckt hat- war demnach der Erzschurke, der diese Fälschungen in die Welt gebracht hat. 2. Korinther 5, 16: So kennen wir denn von nun an niemand mehr nach dem Fleisch; wenn wir aber auch Christus nach dem Fleisch gekannt haben, so kennen wir ihn doch nicht mehr so. 'Nach dem Fleisch kennen' heißt, jemandem nur nach den äußeren Verhalten & Merkmalen zu kennen.

Paulus hat sich im Herzen zu Christus Jesus bekehrt. Diese innere Nähe zum Christus ist es, die wohl bei vielen bis heute die Angst vor ihm erzeugt. Nähe macht Angst. Der ferne & abstrakte Jesus, den man in der Schrift so wunderbar auslegen kann, ist viel pflegeleichter.

Paulus war alles, nur nicht handzahm. Er hat Jesus auch nicht in der Schrift gefunden. Die gab's nämlich zu der Zeit noch nicht. Paulus kannte die Worte, die Jesus beim Letzten Abendmahl gesprochen hat. Woher? Doch wohl durch die lebendige Überlieferung oder? Und diese Überlieferung wurde anschließend von ihm verfälscht und aus dem Rest wurde die Kirche.
Nur am Rande: Was wäre eigentlich aus dieser Überlieferung ohne die Kirche geworden?

Aber egal. Der Punkt ist, so wie in diesem Text, stellt sich also jemand den hl. Paulus vor, der es selber vermutlich ablehnt, christlich zu sein. Alles ist falsch, die gesamte Überlieferung, Tradition & Herkommen, folglich muss man etwas neues schaffen.

Raus kommt imho ein synthetischer Glauben, denn so noch nie jemand geglaubt hat. Et voilà, eine neue Kirche ist entstanden! Zusätzlich zu den 120.000 Kirchen, die es eh schon gibt. Und alle sind davon überzeugt den wahren, wirklichen und echten Jesus zu verehren.

Das ist natürlich zynisch und übertrieben. Ich weiß das. Aber ich seh's trotzdem so. Ich stehe gerade nicht im rechten ökumenischen Geist. Tut mir leid.

Sonntag, 23. Januar 2011

Dom zu Arlesheim

Der Dom zu Arlesheim ist übrigens ein unglaubliches Bauwerk, mitten in einem winzigen Dorf steht eine gewaltige Anlage in allerzartesten Rokoko. Und statt eines festbetonierten neomodernistischen Volksaltars haben die Verantwortlichen nur einen kleinen Holztisch reingestellt und das ursprüngliche Essemble heilgelassen. So eine schöne Kirche hätte in Deutschland keine Chance, die würde innerhalb von fünf Jahren irgendwelchen Barbaren zum Opfer fallen. Sorry, aber so ist es doch.


Ich muss mich glatt mal mit der Geschichte des Doms beschäftigen, wie ein so kleines Dorf zu einem ausgewachsenen Dom kommt, ist bestimmt interessant.

Ökumenische hl. Eucharestie

Dom zu Arlesheim

Heute in der Schweiz im Dom zu Arlesheim in einer ökumenischen hl. Messe habe ich erfreut festgestellt, dass ein reformierter Pfarrer -nach seiner Predigt- mitsamt dem Rest seiner Gemeinde zur heiligen, apostolischen und katholischen Kirche konvertiert sind - anders lässt es sich wohl kaum erklären, dass er die Eucharistie in beiderlei Gestallt gereicht und genommen hat, oder? Würde er nicht daran glauben, dass im Brot und Wein der wahre und wirkliche Leib des HErrn erscheint, hätte er dann diese hl. Speisen genommen? Nach seiner Predigt zu urteilen ist ein sehr klarer Mensch und ich wage es zu behaupten, wenn er das katholische Eucharistieverständniss nicht teilen würde, hätte er das wohl kaum getan! Die Einladung zum gemeinsamen Abendmahl wurde nicht ausgesprochen, sonder quasi symbolisch durch den Pfarrer vollzogen.  

Wobei ich den Unterschied zwischen reformierten, katholischen und ökumenischen Christen interessant fand. Die Reformierten sind währen der Wandlung stehengeblieben, wohl um zu zeigen, das da nix gewandelt wird, die Katholiken haben in Demut gekniet und der große ökumenische Rest der Gemeinde hat sich einfach wieder gesetzt, wohl weil sie eh nicht verstanden haben, was da vorne eigentlich vor sich geht. Zum gemeinsamen Abendmahl sind aber alle gemeinsam gegangen.

Und mit der Fürbitte konnte ich heute sogar etwas anfangen. Es wurde nämlich für die 'Radikalen' gebetet, dass sie ihr einseitiges und trennendes Verständnis von Ökumene endlich aufgeben. Habe ich mich direkt angesprochen gefühlt. Passiert mir nicht oft in den Fürbitten. 

Andererseits war auch die Predigt vom reformierten Pfarrer die Wucht, mit so viel Bibelwissen wie heute werden katholische Christen wohl nicht oft in ihrer Kirche traktiert. Und diese Pfarrer war auch der einzige im Chorrraum, der sich ein Gefühl für Liturgie bewahrt hat. Konnte man von den Katholiken leider nicht behaupten. Kleiner Tip am Rande, wer unbedingt während der hl. Messe im Chorraum rumwuseln will, muss das ja nicht unbedingt in Zivil tun. [Und ein Priester als Priester zu erkennen ist auch nix falsches, just my 2 cent].

Dienstag, 18. Januar 2011

Unterwegs II

Christus Seraph
Eine seltsame Darstellungen von Christus Jesus, gesehen 2009 auf dem Berg La Verna, nach einer Vision des hl. Franziskus.

Auf dem Weg


-- von unterwegs

Montag, 17. Januar 2011

Hochamt als Votivmesse im außerordentlichen Ritus

Heute wurde in der Kirche, in der ich meine hl. Firmung empfangen habe, ein Hochamt als Votivmesse zu Ehren des hl. Sebastians im außerordentlichen Ritus gefeiert.


Für mich war das bewegend, weil in dieser Kirche so ziemliche alle Stationen auf meinem Weg zu IHm stattgefunden haben. Ich kann nicht beschreiben was es mir bedeutet, in dieser Kirche einmal an der hl. Messe im außerordentlichen Ritus teilzunehmen.

Schön fand ich, wie entspannt Ortspfarrer und Gemeinde mit dieser Form der hl. Messe umgegangen sind. Der Pfarrer hat sich ehrlich gefreut und hat an der Messe als normaler Gläubiger teilgenommen. 
Ein Moment war lediglich Verwirrung, als der Pfarrer die Kommunion auf die Hand bekommen wollte und der Zelebrant das dadurch elegant gelöst hat, dass er ihm die Patene in die Hand gedrückt hat.

Ich merke immer mehr, wie mich diese Form der Eucharistie tiefer in das Geheimnis der Nachfolge führt. Natürlich kann auch die reguläre Form des römischen Ritus würdig und ansprechend gefeiert werden und ich kenne auch Orte, wo dies geschieht, aber die außerordentliche Form bewegt etwas in meinem Herzen, was 'mehr' ist als nur die bloße äußere Form.


Ich glaube sogar, die Form ist gar nicht mal das entscheidende, wichtig ist der Geist. Und der hat heute Abend geweht. Danke lieber Vater!

Mittwoch, 12. Januar 2011

@ Le Penseur

Nachdem ich's nicht geschafft habe, unter diesem Kommentar meinen eigenen Kommentar einzufügen und ich schlichtweg zu müde bin, um mich mit dem Ihr Must be at most 4,096 characters-Code kann nicht übernommen werden Fehler zu beschäftigen, gebe ich auf diesen Weg meinen Antwort auf den Kommentar zu Le Penseur. Sorry für die technische Unzulänglichkeit.


Vielen Dank für deinen interessanten und inhaltsreichen Kommentar. Ich bin vom 'Liberalen' weniger angesäuert, als du vielleicht denkst, also geht's nicht um's mögen oder nicht-mögen :=). Wenn ich nicht diskussionsfähig wäre, würde ich im übrigen die Kommentarfunktion deaktivieren.


Zum Inhaltlichen:

Die Behauptung "daß das traditionelle »Meßopfer«-Verständnis der Eucharistie eine in den Zeiten des frühen Christentums über die Geschehnisse um den schmachvollen Tod Jesu gelegte Sinndeutung darstellen, kein fundamentum in re besitzt", halte ich aufgrund der Quellenlage für falsch. Angefangen von der Didache, über Ignatius von Antiochien, Justin, Irenäus, Tertulian, Cyprian fällt mir ehrlich gesagt kein einziger früher Kirchenlehrer ein, der _nicht_ vom 'Opfer', 'opfern', 'Opfergabe' u.ä. gesprochen hat. 


Ich bin weder Theologe, noch habe ich jemals Theologie studiert und mir erscheint die Diskussion um das 'Messopfer, dass man mit intellektuellen Verrenkungen etwas 'beweisen' will, weil es partout nicht in's eigene Weltbild passt. Die alte Kirche hat schon in der frühesten Zeit von 'Opfer' gesprochen. Das ist die Überlieferung -die Didache behauptet von den Aposteln- und ehrlich gesagt glaube ich den Kirchenlehrern mehr, als einem Wolfgang Sabel.

Gegen die Ansicht, das der strafende & zürnende Gott blasphemisch wäre, spricht imho schon der Umstand, dass der rächende Gott, der vergeltende Gott, der zürnende Gott, der grimmige Gott, der Gott zum Fürchten und viele andere uns heute 'negativ' erscheinde Attribute Gottes, ganz klar ein Teil der Schrift sind. Man kann natürlich sich selber ein Gottesbild zusammen basteln und darauf bestehen, dass der bürgerliche links-liberale Gutgott so etwas wie Zorn, Rache, Vergeltung nicht will & nötig hat, nur steht dass dann leider entgegen der biblischen Texte. Wie auch im obigen Fall bleibe ich dann doch lieber in biblischer, apostolischer und kirchlicher Überlieferung, als selber was zu erfinden, um anschließend daran zu glauben.

Auf was für eine Grundlage stehen etwa die Behauptungen von Herrn Sabel, dass "die sogenannten „Einsetzungsworte“ uns originär nicht überliefert sind"? ... hmhm ... Paulus behauptet im 1. Korintherbrief etwas anderes. Wieder ein Punkt, wo man entweder einem deutschen Professor zu glauben hat, oder der Schrift.

Meine Ansicht: Wenn ich's schon glauben soll, dann glaube ich doch lieber der Bibel, statt irgendwelcher beliebigen Behauptungen. Ich hoffe doch dass es auch klar ist, das Herr Sabel zwar seine Meinung vorträgt, aber mehr auch nicht.

Ich habe eine Meinung. Herr Sabel hat eine Meinung. Du findest die Meinung von Herrn Sabel möglicherweise ganz nett und meine Überzeugungen doof, aber darauf kommt es natürlich überhaupt nicht an.

Ich denke, ein grundsätzliches modernes Missverständnis ist es, dass Gott aus diesen oder jenen Gründen gewisse Eigenschaften haben müsste oder eben nicht haben müsste, um Gott zu sein. Ein moderner Gott hat weder zornig noch eifersüchtig noch sonst etwas zu sein, sondern allein reine Liebe. Beziehungsweise reines Licht. So ungefähr geht vermutlich das Denken von vielen Leuten, außerhalb streng 'dogmatischer-kirchlicher' Kreise. [Nur 'ne Bemerkung, solche Kreise existieren meiner Ansicht nach überhaupt nicht mehr, höchstens noch einzelne Theologen]. Der Punkt ist, an so einen Gott glauben die Leute natürlich gerne, weil er ja nur Liebe will und sonst nix, nur ist dass dann leider nicht mehr der biblische Gott.

Was ist dass dann für ein Gott, denn man sich nach eigenen Vorstellung zurechtlegt, um an ihn glauben zu können? Es ist vor allem ein Gott, der die Leute nicht mehr berührt. Bei uns in der katholischen Kirche sind inzwischen 90% der Katholiken Karteileichen und vom Rest sind 2/3 <60 Jahre alt. Und das ist [unter anderem] das Ergebnis von 40 Jahren Katechese wie der von Wolfgang Sabel. Der Gott der Stuhlkreise und gestalteten Mitte erzeugt heute nur noch das große Gähnen.

Womit du Recht hast, es gibt natürlich Gemeinschaften, die sich auch ohne strenges Verständnis der Eucharistie sich als Gemeinschaft erhalten haben. Aber die haben wohl auch deswegen überlebt, weil sie ein ernsthaftes Verhältnis zur Schrift gepflegt haben. Wer die Bibel in Beliebigkeit dekonstruiert -wie in der modernen 'wissenschaftlichen' Theologie- und gleichzeitig das gemeinsame Grundlage der Eucharistie in die Tonne tritt, auf was für einer Ebene will er den noch Gemeinschaft haben? Wir haben uns alle ganz toll lieb, weil Jesus uns ja auch so lieb gehabt hat?

Montag, 10. Januar 2011

Credo apostolicam Ecclesiam

Im Glaubensbekenntnis sprechen Christen von der 'apostolischen' Kirche. Was findet sich darüber in der Bibel? Teil 3 von sola scriptura.


Joh 15,16: Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt
Joh 20,21: Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
Lk 22,29: Darum vermache ich euch das Reich, wie es mein Vater mir vermacht hat
Joh 10,16: Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind
Lk 22,32: Und wenn du dich wieder bekehrt hast, dann stärke deine Brüder.
Joh 21,17: Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe!
Eph 4,11: Und er gab den einen das Apostelamt.
Tit 1,5: Ich habe dich in Kreta deswegen zurückgelassen, damit du das, was noch zu tun ist, zu Ende führst 
Mt 28,18: Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern

Frauenordination

Die Presse kann über die Katholica nicht nur negativ berichten, hier als Gegenbeispiel die rührende Berichterstattung über ein katholische Priesterin und ihren heroischen Kampf gegen das  Böse in Gestalt der offiziellen katholischen Kirche. Es gibt natürlich auch die gute, basisdemokratische Kirche vor Ort und die hat mit der Frauenordination keine Probleme, etwa hier in einem Interview noch einmal weiter ausgeführt.


Christine Mayr-Lumetzberger hat in einem Punkt Recht, bei der ganzen Diskussion um die Frauenordination versteht der 'normale' Katholik im Blick auf die Praxis der Frauenordination in den nachreformatorischen Gemeinschaften nicht, warum selbiges in der katholischen Kirche unmöglich ist.


Um ehrlich zu sein, ich selber habe mit der Frauenordination in den protestantischen Gemeinschaften überhaupt kein Problem. Die Protestanten haben sich im Lauf ihrer Geschichte von allen 'mystischen' Bestandteilen in ihrer Liturgie getrennt und der protestantische Gottesdienst und die Funktion des Vorstehers in dieser Liturgie sind etwas anderes, als eine katholische hl. Messe und ein Presbyter. 


Vereinfacht gesagt organisiert der protestantische Pastor den Gottesdienst und er lehrt, d.h er hält eine Predigt. Irgendwelche seltsame Wandlungen oder sonstigen Transsubstantiationen finden ja dort nicht statt: Die protestantische Liturgie kennt weder das Heilige Mysterium noch wird dieses Geheimnis gespendet, sondern das ganze ist ein frommes Theater, bei dem die Gemeinde die Geschichte des Abendmahles nachspielt und anschließend diese geistige Erfahrung symbolisch bei Traubensaft und Brot miteinander teilt. 


Der protestantische Pastor ist in erster Linie ein geistiger Ratgeber, Organisator des Gemeindelebens und Lebens-Begleiter der Gemeindemitglieder und folgerichtig spricht überhaupt nichts dagegen, dass auch Frauen diesen Dienst leisten können. 


Wenn man's genau nimmt, gibt es diesen Dienst auch in der katholischen Kirche und nennt sich 'Pastoralreferentin' und erfüllt die fast identische Aufgabe. Ich war in genug Wortgottesdiensten, bei der eine Frau gepredigt hat, als das ich da noch einen großen Unterschied zur protestantischen Mahl-Feier sehen würde. Und angesichts des wegbröckelnden Priesternachwuchses wird in Zukunft der Wortgottesdienst wohl eh katholische Normalität werden - die von einem Priester gefeierte Eucharistie dagegen die totale Ausnahme.


Wer Ökumene als Projekt versteht, die katholische Kirche in allen ihren Ausprägungen protestantisch zu machen, wird natürlich die Frauenordination zu seinem Lieblingsprojekt erheben, weil sich hier vielleicht noch am deutlichsten konfessionelle Unterschiede ausmachen lassen. Das katholische Lehramt rückt nämlich skandalöserweise nach wie vor nicht von der uralten und bis in die erste Tage des Christentums zurückgehende Ansicht ab, dass in der Feier der hl. Messe mehr als nur Heiliges Theater stattfindet.


Und das ist dem WisiKi-Katholik naturgemäss ein Dorn im Auge. Frauenordination ist im Grunde nur die Brechstange, die über die Forderung nach "Gleichberechtigung"den gesamten Charakter der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche hin zu einer protestantischen Teilkirche verändern soll.


Sorry, wenn ich das nicht im rechten ökumenischen Geist formuliere, aber die Protestanten haben bewusst & gewollt das hl. Altarsakrament weggeworfen. Sie kennen nicht die Eucharistie, keine Liturgie, sie kennen die Kirche nicht. Darum sind sie denn freilich auch nicht 'evangelikal', denn vom Evangelium haben sie weggetan, was uns tatsächlich Mittel des Heils sind. Da bleiben bloß Moral und Eschatologie, wenn überhaupt. 


Ein hartes Brot.


Ich glaube, in der katholischen Kirche wird die Diskussion um die Frauenordination nie aufhören, dazu ist der Geist der Welt viel zu mächtig. Auch wenn man's gerne glauben möchte, aber nicht nur die WisiKi-Gerontokraten fordern dass. Auf allen möglichen Ebenen wird gebohrt und gewühlt und das wird irgendwann auch 'Erfolg' haben. Ich bin etwa davon überzeugt, die DiakonInnen-Weihe von Frauen wird irgendwann in den nächsten 20 Jahre kommen. 

Jesus kündete das Reich Gottes an und gekommen ist die Kirche

Der berühmte Satz 'Jesus kündete das Reich Gottes an und gekommen ist die Kirche' stammt vom französischen Modernisten Alfred Loisy und wird heute meistens so verstanden, das alles was mit Kirche, Gemeinde, Institution oder Liturgie zu tun hat, grundsätzlich unbiblisch ist. Teil 2 von sola scriptura, die Kirche ist der Leib Christi.

Kol 1,18: Er ist das Haupt des Leibes, der Leib aber ist die Kirche.
1.Kor 12,20: So aber gibt es viele Glieder und doch nur einen Leib.
Eph 5,30: Denn wir sind Glieder seines Leibes.
Röm 12,5: So sind wir, die vielen, ein Leib in Christus.
1.Kor 6,15: Wisst ihr nicht, dass eure Leiber Glieder Christi sind?

Samstag, 8. Januar 2011

Bald kirchliche Seelsorge via Facebook?

Hier ein schönes Beispiel, wie sich die offizielle Kirche die Sache mit dem Internet vorstellt. Das ist in dem Fall zwar eine evangelische Landeskirche, aber das lässt sich 1 zu 1 auf die katholische Kirche übertragen. Wunderbar, wo in dem Fall das eigentliche Problemfeld gesehen wird, es sind nämlich noch dicke Bretter zu bohren, damit in diesem Bereich mehr Personal eingestellt wird. 

Gut, es geht also um Stellen & Kohle, dass ist legitim, aber wird wohl enden wie immer, etwa hier. Das ist eine mit viel Geld und Stellen aufgebaute Seite und seltsamerweise gehe ich da _nie_ drauf. Warum wohl? Kurzantwort, weil sie dröge, langweilig und Tod ist. Wenn ich etwas über die katholische Kirche erfahren will, dann kann man die offizielle Seite der katholischen Kirche vergessen.

Soziale Systeme im 'Internet' lassen sich nicht von oben herab per Stellenauschreibung und Organigramm verwalten. Sondern sind selbstorganisierend. Und dazu muss man ausprobieren, braucht einen gewissen Spieltrieb, muss auch mal Mut zu was haben. Was es eher nicht braucht, ist ein 'Internetbeauftragter'.

sola scriptura


Was meint eigentlich die Schrift zur Ökumene? Wollte Jesus eine Braut -mit der von ihm gegründeten Kirche- oder wirklich ein Harem von weltweit 120.000 protestantischen Gemeinschaften?

Joh 10,16: Dann wird es nur eine Herde geben und einen Hirten.
Röm 16,17: Wer Spaltung und Verwirrung verursachen: Haltet euch von ihnen fern!
1. Korinther 1,10: Seid alle einmütig und duldet keine Spaltungen unter euch.
Eph 4,4: Ein Leib und ein Geist, wie euch durch eure Berufung auch eine gemeinsame Hoffnung gegeben ist.
Phil 2,2: Dass ihr eines Sinnes seid, einander in Liebe verbunden, einmütig und einträchtig.
Röm 15,5: Der Gott der Geduld und des Trostes schenke euch die Einmütigkeit.
Joh 17,21: Alle sollen eins sein.
Joh 17,23: So sollen sie vollendet sein in der Einheit.
1. Kor 12,13: Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen.
Röm 12,5: So sind wir, die vielen, ein Leib in Christus.
Kol 3,15: Dazu seid ihr berufen als Glieder des einen Leibes

Freitag, 7. Januar 2011

Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet

Wenn es etwas gibt, was die ganze Absurdität unserer Kirchensteuer-Kirche demonstriert, so sind es Institute wie das "Deutsche Liturgische Institut", das mit seiner "Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet", die Rechte an den liturgischen Texten des großen Stundenbuchs besitzt und bis jetzt sowohl jeden Versuch erfolgreich vereitelt hat, die Tagzeitenliturgie Laien zugänglich zu machen -etwa über ein App oder online- als auch in Zukunft kein Bedarf darin sieht.

Wenn ich für mich -zusammen mit der ganzen Kirche- die Vigil am Morgen bete, stelle ich mir manchmal vor, was für neue Kraft unsere Kirche bekommen könnte, wenn wieder mehr Menschen den Rhythmus des Tageszeitengebetes entdecken würden. Es gibt das Stundenbuch inzwischen online in Latein, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Polnisch und was weiß ich und ich habe auch selber erlebt, dass in Italien viele Laien allein oder in Gruppen das ganze oder auch nur Teile vom Stundengebet beten, wie es im Sacrosanctum Concilium es II. Vatikanischen Konzils heißt:

100. Die Seelsorger sollen darum bemüht sein, daß die Haupthoren, besonders die Vesper an Sonntagen und höheren Festen, in der Kirche gemeinsam gefeiert werden. Auch den Laien wird empfohlen, das Stundengebet zu verrichten, sei es mit den Priestern, sei es unter sich oder auch jeder einzelne allein.


Und bei uns im dem von der Kirchensteuer fetten & reichen Kirche, sieht ein von der deutschen Bischofskonferenz getragenes Institut kein Bedarf darin, auch Laien in einfacher Form das Stundenbuch zugänglich zu machen. Ich denke mir -leider- immer, je früher das Kirchensteuer-System bei uns zusammenbricht und diese ganzen nutz.- wie sinnlosen Institute, Akademien, 'Bildungshäuser' et all verschwinden, desto eher hätte der Glauben wieder eine Chance.

Das ist natürlich polemisch. Überzogen. Ungerecht. Bestimmt gibt es irgendwo ganz tolle Dinge, die dieses Institut macht. Ich hab's nur leider noch nicht entdecken können. Ist also mein Fehler. Immerhin kann man ja glasklar feststellen, dass seit der Gründung dieses Institutes 1947 die katholische Liturgie in Deutschland eine ununterbrochenen Aufschwung erlebt hat, also tiefer, reicher, innerlicher in das Geheimnis unseres Erlösers führt, oder?

Mittwoch, 5. Januar 2011

de dolore

Das mag theologisch unhaltbar sein, aber ich glaube, Jesus ist auch deswegen für uns nach Golgotha gegangen, damit jeder Einzelne an dem Punkt, wo er sich wertlos, verlassen, doof, dumm, nixtaugig & minderleistig vorkommt, wissen kann, er hat die Freiheit, mit seinen krampfigen Pläne, Vorstellungen, Absichten & Wünsche aufzuhören, alles bleiben zu lassen.

Ich denke immer, je falscher & absurder mir das vorkommt -also das nix-wert-sein-in-den-Augen-anderer in echter Demut annehme-, dann gibt's zumindest eine Chance, seinen Weg zu gehen. Credo, quia absurdum est. Ich glaube daran, weil es nach menschlichen, vernünftigen und allen sonstigen Maßstäben unvernünftig und dumm ist. Ich bin dumm, immerhin bin ich katholisch, obwohl doch alle Welt weiß, wie doof das ist. Habe ich hier gerade mal wieder erfahren.

So eine Seite nennt sich 'Das-Wort-der-Wahrheit' und erzeugt nur Schmerz. Im Lateinischen ist der Ablativ 'de dolore' Beschreibung und Vorgang zugleich. Es beschreibt nicht nur 'den Schmerz', sondern es heißt auch 'durch den Schmerz hindurch'. Ich weiß nicht, ob das authentische Lehramt das so sieht, aber für mich ist Katholisch-Sein, diesen Schmerz & Hass der Welt, der Brüder & Schwestern aus den nachreformatorischen Gemeinschaften, der Gottlosen, der Islamiker und-was-weiß-ich annehmen und hindurchzugehen. Und zwar, weil Jesus diesen Weg uns vorgelebt hat.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht wie es wäre, wenn in meiner Nachbarschaft Bomben explodieren und meine Brüdern &Schwester von irgendwelchen Leuten umgebracht werden. Und ich halte es vermessen zu sagen, ich kann mir das vorstellen. Ich kann's nämlich nicht. Aber dass ist auch egal. Hass ist überall auf der Welt gleich und kommt aus dem gleichen Ursprung, nämlich aus uns selber. Und Hass wird nur durch echte Demut überwunden, auch wenn es sämtlichen menschlichen Instinkten zu widersprechen scheint.

Dienstag, 4. Januar 2011

Magna Benedictio

Paolo Veronese: Die Hochzeit zu Kana
Ich muss zugeben, dass bevorstehende Fest der 'Erscheinung des HERRN' ist im Weihnachtskreis mein absolutes Lieblingsfest, steht es doch im Guten wie im Schlechten für alles, was die katholische Kirche auszeichnet.

Das Schlechte vorneweg, das Fest der 'Erscheinung des HERRN' ist heutzutage in vielen Gemeinden im Grunde nur noch ein Trümmerfest, von letzten Resten an Volksfrömmigkeit überwuchert und praktisch ausschließlich auf einen einzigen Aspekt, nämlich die Verehrung des HERRN durch der 'Hl. drei Könige' verengt. Die meisten Katholiken glauben sogar, das Fest ist die Feier dieser 'Könige' und somit nett, familiengeeignet und die Sternsinger ziehen durch die Straßen und so weiter. Und damit hat's sich dann.

Aber das ist natürlich nur die Oberfläche. Das schöne an der katholische Kirche ist, hinter jeder Oberfläche steckt eine große Tiefe und die kann man entdecken. Επιφάνια [epiphania] lautet der alte griechische Namen dieses Festes und allein das zeigt schon das hohe Alter; genau genommen ist epiphania das älteste eigenständige christliche Fest, das also nicht in Abhängigkeit von einem jüdischen Festen steht. Epiphania ist etwas autochthon christliches.

Epiphania ist lateinisch übersetzt 'adventus', d.h. die Ankunft oder die Erscheinung des HERRN in unserer Welt. Epiphania ist _viel_ älter als das Weihnachtsfest und die alte armenisch-orthodoxe Kirche feiert etwa bis heute die Geburt unseres HERRN an diesem Tag [nur -wie alle orthodoxen Kirchen- nach dem julianischen Kalender am 19. Januar unseres Kalenders]. Es geht bei diesem Fest um die Geburt, Verehrung, Taufe und erster Selbstoffenbarung des HERRN. Selbst in der eh schon reduzierten Form bis 1970 gab es _drei_ Geheimnisse zum Fest der Erscheinung des HERRN, nämlich die Anbetung durch die 'Μάγοι'[magoi], die Taufe des HERRN am Jordan durch Johannes des Täufers und -surprise surprise- SEIN Zeichen bei der Hochzeit von Kana, nämlich die Verwandlung von Wasser zu Wein.

Nur eine Randbemerkung: Durch die Liturgiereform von 1970 wurden diese drei Geheimnisse auseinandergerissen, die Taufe des HERRN wird heute am Ende der Weihnachtsoktav gefeiert, die Hochzeit von Kana alle drei Jahre am 2. Sonntag nach epiphania und für die 'Erscheinung des HERRN' sind die Hl. drei Könige übrig geblieben.

Was mich an diesem Fest nun immer so freut, das es in der Tiefe seines Geheimnis die alten Kirchen miteinander verbindet. Auch wir in der katholischen Kirche haben in welch-reduzierter-Form auch immer etwas bewahrt, was schon 1800 Jahre vor uns die Menschen im Herzen freudig bewegt hat. Die Ankunft des HERRN in unserer Welt ist Feier, Verehrung & Anbetung. Die Heiden, verkörpert durch die magoi, haben SEINEN Stern aufgehen sehen und sind zu ihm geeilt, um ihm zu huldigen.

Im orthodoxen Osten stand ein anderer Aspekt SEINER Ankunft immer etwas mehr Vordergrund, nämlich die feierliche Verkündigung bei der Taufe am Jordan: Er ist der Sohn Gottes! Aus der zeichenhafte Nachahmung dieser Taufe am Fluss Jordan hat sich in der Orthodoxie die große Wasserweihe entwickelt. In dieser Weihe werden nicht die Kirche, Gläubige oder einzelne Haushalte gesegnet, sondern SEINE Schöpfung selber durch die innewohnende und wirkliche Gnade seiner Taufe.

Ich habe diesen Herbst sehr nette evangelikale Missionare kennengelernt, die in Russland missionieren und die diese große Wasserweihe einmal selbst erlebt haben und als Zeichen des geradezu 'heidnischen' Characters der russischen Orthodoxie sehen. Ich denke, das eine ist, der Glaube an die Wirksamkeit einer kirchlichen Fürbitte um Segen ist nicht 'unbiblisch', das andere aber finde ich sehr traurig, das sich nämlich unsere Brüdern & Schwestern aus den nachreformatorischen Gemeinschaften bewusst vom Zugang zur lebendigen und wirklichen Überlieferung abgeschnitten haben. Das älteste wirklich christliche Fest wird nicht mal mehr im Ansatz verstanden. Epiphania verbindet die Orthodoxie mit den altorientalischen Kirchen mit der Katholica, nur die Protestanten haben das Fest verdrängt und vergessen; epiphania's' [im Genitiv] kommt zwar noch im evangelischen Festkalender vor, wird aber meines Wissens nicht mehr gefeiert.

Was wiederum bei uns fast vergessen ist, die 'große Wasserweihe' des Ostens hat im lateinischen Westen die Entsprechung in der 'Magna Benedictio' in der Vigil zum Fest der Erscheinung des HERRN, also in der Nacht vorher oder ganz früh am Morgen. Hier mal ein Beispiel, wie so etwas ausgesehen haben könnte. Das es solche schönen Benediktionen nicht mehr gibt, ist natürlich jammerschade. Ich habe in einer viel kürzeren Form letztes Jahr mal für einen Priester um fünf Uhr früh das Eis aufgehackt, damit eine solche Wasserweihe vollzogen werden konnte und erst da hat sich für mich die Tiefe & Schönheit dieses Festes richtig eröffnet - was mir vorher nur irgendwie & irgendwo sehr lieb war, habe ich hinterher mit dem 'Herzen' verstehen können. Ich kann's leider nicht besser ausdrücken. Nach der Weihe sind wir hoch in die Kirche zur Anbetung und dann der Festgottesdienst und alles das zusammen, die Nachtwache, die Wasserweihe, das Gebet, der Gottesdienst und dann das gemeinsame Frühstück war für mich 'dicht'.

Liturgie führt uns zum HERRN, weil sie uns innere Räume eröffnet. Bei mir ist es so, dass sich bei den üblichen selber zusammengebastelten liturgischen Veranstaltungen -so gut und pädagogisch wertvoll die auch immer gemeint sind- sich überhaupt nix öffnet, aber sobald ich spüre, hier besteht ein wirkliche Verbindung mit einer Glaubenswahrheit, komme ich selber dem HERRN näher. Vermutlich geht's vielen anderen auch so. Nur wird dieses Bedürfnis nach 'Tiefe' in unserer Kirche viel zu wenig gestillt. Eigentlich schade.

Nachtrag: Das Bild 'Hochzeit zu Kana' habe ich genommen, weil das der unbekannteste Aspekt der Feier zur Erscheinung das HERRN ist.

Samstag, 1. Januar 2011

Ambo zum selberbasteln

So schaut der Plan vom Kirchen-Umbau meiner alten Gemeinde aus.

Wenn's mal fertig ist, soll das ein großes, vollkommen leeres, weißes Gebäude werden und bei gutwilliger Sichtweise sind sogar noch schwache christliche Symbole auszumachen. Ganz am Ende -da wo früher mal ein Hochaltar gestanden hätte- steht jetzt ein Christus Salvator. Dieser spezielle Christus Salvator ist große Kunst und als solcher wohl noch gerade so akzeptabel. Alles andere an speziell katholischer Symbolik ist rausgeflogen, d.h. Kreuz, Hochaltar, ewiges Licht, Tabernakel und so weiter.

Laut theologischem Raumkonzept gibt's ganz streng 'geltenden Richtlinien' und laut denen hat das Tabernakel nicht in der Konkurrenz zum Altar zu stehen und mithin in einer Seitenkapelle zu verschwinden. Wobei -laut dem gleichen Raumkonzept- das Tabernakel eh erst seit dem Mittelalter existiert. Und um den Altar zu erkennen, muss man schon sehr genau hinschauen.

Zum Abschluss der 'alten' Kirche hatte der Kulturdezernent der Kirche die Idee, eine alte japanische Legende aufzugreifen laut derjenige von den Göttern einen Wunsch erfüllt bekommt, der tausend Origami-Kraniche faltet. Also haben die tausend Schnittbögen produziert, die dann auf dem 'neuem' Altar gefaltet werden sollten um anschließend im liturgischen Raum während der hl. Messe verteilt zu werden.

Man muss dazu sagen, dass hat einige Gemeindemitglieder a bisserl auf die Barrikade getrieben. Sie haben zumindest die Gemeindesekretärin angerufen, um ihren Unmut darüber auszudrücken. Genützt hat das natürlich nix, die haben das trotzdem so durchgezogen. Wobei Sie ein großes Team aus Priester, Diakon, Gemeindereferentin, Pastoralassistentin, Kulturreferent und so weiter sind. Und den meisten Leuten aus der Gemeinde gefällt der Umbau gut. Über die Gründe kann ich nur spekulieren, nur wird die zukünftige Kirche wohl eher musealen, interkulturellen Charakter haben, als katholisch sein.

Die Gemeinde gibt jetzt regelmässig einen Bettelbrief um Spenden für den Umbau raus. Darin liegt auch ein Faltblatt, mit denen sich die Gemeinde auf ihre zukünftige Kirche vorbereiten soll. Diesmal war's ein Ambo zum selberbasteln.

Ich denk's mir so, an dem Faltbogen saß vermutlich ein hochbezahlter Designer einen ganzen Tag, um im Grunde etwas völlig sinnloses herzustellen. Aber eigentlich will ich nicht urteilen. Was ich mich frage, merken die eigentlich bei diesen ganzen Aktivitäten, dass wieder einer aus ihrer Gemeinde fehlt?

Ich war an dieser Gemeinde viele Jahre tätig, bis ich es dieses Jahr einfach nicht mehr ertragen habe und gegangen bin. Puff. Und wieder einer weg. Und irgendwann schicken die mir einen Ambo zum ausschneiden. Und die Bitte um spenden. Das war das erste, was ich von dieser Gemeinde seit Juni gehört habe. Ambo zum auschneiden, lach.

Katholisch sein ist schwer. Wenn ich nicht wüsste, dass es um IHN geht und um sonst nix, würde ich schon a bisserl verzweifeln.

Warum ist die Kirche eine einzige große Lüge und ich ein Idiot, weil ich daran glaube?

Zeit für ein persönlichen Jahresrückblick.

Alle Wünsche, Hoffnungen, oder auch nur die kleinen Dinge im Herzen haben sich -wie üblich- nicht erfüllt. Ich arbeite weiterhin als Geringster in einem völlig hoffnungslosen Job, wo ich weiterhin knapp weniger als Hartz IV verdiene -und das auch noch mit mindestens einem Monat Verspätung- ich stehe gesellschaftlich, sozial und was-weiß-ich vollkommen am Rand, als Ausgleich dafür habe ich noch nicht mal ein besonders 'tiefes' geistiges Leben, ich könnte frömmer sein, mehr beten, intensiver die Schrift studieren und all das, meinen Freunden gehe ich gerade auf den Wecker und endlos so weiter.

Schau ich auf mein 'katholisches' Leben, frage ich mich schon manchmal, was bringt's mir? Ich war Beispielsweise von frühster Jugend an fasziniert vom hl. Franziskus und habe den Weg der Armut und der Bedürfnislosigkeit in der Nachfolge des HERRN als meinen Weg empfunden und bin diesen Weg mein ganzes Leben immer [mehr oder weniger] konsequent gegangen. Jetzt stell ich fest, ich bin an einen Punkt, wo es richtig schmerzhaft wird.

Die Kirche predigt zwar Armut als einen Weg der Nachfolge, aber sie lebt diese Armut selbstverständlich nicht. Zumindest nicht in unserem fettem & reichem Deutschland. Selbst die 'armen' Orden in der franziskanischen Tradition sind nur relativ arm, in Wirklichkeit leben die natürlich ein ziemliches Mittelstandsleben mit Urlaub in einem netten Kloster in den Dolomiten und Rentenversicherung mit allem drum und dran. Das sei denen auch gegönnt, das monastische Leben ist nicht leicht und ich bin bestimmt nicht neidisch. Nur war für mich  immer klar, dass ich nicht 'arm' leben kann, wenn ich in einer Gemeinschaft mit Rundum-Sorglos-Paket gepampert werde. Das ist ein Wiederspruch in sich. Und deswegen haben die klassischen franziskanischen Orden wohl auch so große Nachwuchsprobleme, weil dieser Hiatus zwischen Anspruch & Wirklichkeit sich nicht schließen lässt.

Mein Problem ist also, dass ich daran glaube, dass die Nachfolge des HERRN nicht über Besitz, Reichtum, Erfolg, gesellschaftliches Ansehen, Macht und so weiter führt, sondern im Gegenteil. Nur: So wie der HERR scheinbar vollkommen gescheitert seinen Weg nach Golgotha gegangen ist, dass muss man erst einmal hinbringen. Ich meine, es ist toll 'arm' zu leben, wenn man dafür gesellschaftlich geachtet wird, eine hohe soziale Position hat, alle Welt zu einem aufschaut und so weiter. Wenn dagegen 'arm' einfach nur heißt richtig, richtig arm ohne großartige spirituelle Erfahrung & Erfüllung, dass ist imho noch mal eine ganz andere Geschichte.

Es verhält sich nun so, meine evangelikale Freunde können mir fünfmal am Tag anhand der Schrift beweisen, das die Kirche eine einzige große Lüge ist und ich ein Idiot bin, weil ich daran glaube. Die Kirche hat offensichtlich seit den Tagen des hl. Franziskus nix dazu gelernt und 'protz' wie Anno dazumal, zumindest in unserem Kirchensteuer gesättigten Deutschland. Und wie oben gesagt, nachdem ich die Schrift nicht so intensiv studiere wie ich sollte, kann ich dem aus der Schrift auch nicht allzu viel entgegensetzen.

Was ich nur weiß, dem hl. Franziskus hat auf seinem Weg der Nachfolge die fette, korrupte und absurd machtgierige Kirche seiner Tage gereicht. Er wollte gar nicht mehr. Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, warum das so war. Heutzutage weiß ja jeder, warum Kirche doof ist und die XYZ-Gemeinschaft viel bibeltreuer, wahrer zum Willen des HERRN steht und es völlig bescheuert ist, sein Leben an etwas so verkorkstem auszurichten, nur weil man glaubt, dass hier tatsächlich die vom HERRN gewollte und hinterlassene Gemeinschaft bis heute besteht.

Das ist doch völlig idiotisch, oder? Die Nachfolge des HERRN nicht in die Beliebigkeit seines eigenen Willens zu stellen und nach dem auszurichten, was einem die Schrift dazu nach eigener Auslegung zu sagen meint, sondern daran zu glauben und auch zu vertrauen, dass eine von IHM eingesetzte Gemeinschaft bis heute existiert, die in sich die Überlieferung von den Aposteln aufwärts bewahrt hat. Daran zu glauben macht einem zum Idioten, zumindest bei den Selbstdenkern dieser Welt.

Es gibt kaum etwas provokanteres als zu sagen: Ja, diese Kirche mit all ihren Schwächen, Machtgier, Verbrechen und Glaubenslosigkeit ist meine Gemeinschaft und ich glaube und vertraue auf sie aus keinem anderen Grund, als das sie vom HERRN eingesetzt worden ist, die reale Gestallt seiner irdischen Gemeinschaft zu geben. Eine Nachfolge des HERRN zu gehen ohne Teil dieser Gemeinschaft zu sein, ist unmöglich. Zumindest aus meiner Sicht.

Und weil ich dies glaube, sehe ich all meine gescheiterten Wünsche und Hoffnungen von diesem Jahr in einem anderen Licht. Ich glaube nämlich, dass der HERR mich immer wieder vor etwas bewahrt, was ich mir vielleicht wünsche, aber gar nicht mein Weg ist. Im 'Vater unser' heißt es ja nicht, 'mein Wille geschehe', sondern 'dein Wille'. Nur annehmen tun wir das nie. Weil wir in unserem Herzen es doch immer a bisserl anders wollen, als ER es will. Und das frustriert mich. Und dann schreiben ich seltsame Kommentare auf meinem Blog. Und fragen mich, warum mal nie so etwas kommen kann, wie ich's selber gerne hätte.