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Mittwoch, 15. Juni 2011

10.000


Wow, die Traffic!

Mir fällt seit einigen Tagen etwas seltsames auf: Die Traffic auf meiner Seite hat sich verdoppelt ... ähm was sage ich denn, verdreifacht! Mindestens. 

Ich habe viel rumgerätselt woran das liegen könnte und nachdem ich rausgefunden habe, dass es sich dabei um wirkliche Besucher handelt und nicht nur um Clicks von irgendeiner Maschine und ich mir das eigentlich nicht erklären konnte, weil ich die letzte Zeit vor lauter Arbeit nicht viel zum posten gekommen bin, ist mir dann heute Nachmittag eingefallen, etwas hat sich doch geändert und seit genau diesem Zeitpunkt ist der Traffic auf meinem Blog angewachsen, ich habe nämlich ein eigenes Favicon.

Ein Favicon ist ein kleines, 16×16px großes Symbol, das oben in der Tableiste links vom Seiten-Namen angezeigt wird. Wer mal auf die Tableiste schaut, sieht dort ein kleines gelb-weißes Symbol, die Vatikanflagge, mein Favicon.

Die meisten benützen ja das Blogger Favicon  und ich kann's mir nur so erklären, wenn auf einer Seite ganze viele Blogger-Blogs verlinkt sind, dann hat der einzige Blog im vatikanischen Gelb-Weiß eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf den katholischen Leser und schon landen die alle auf meiner Seite :=). Oder so ähnlich. Irgendeine Erklärung muss es auf jeden Fall geben und seit ich das Favicon gewechselt habe, hat der Traffic zugenommen wie sonst was. Kleine Ursache, große Auswirkung, ich sage Danke!

Morgen wird der 10.000 Seitenaufruf auf diese Seite kommen und allen katholischen Bloggern, Lesern und Leuten, die hier eigentlich etwas ganz anderes gesucht haben, ein ganz herzliches Dankeschön. Ich mag die katholische Bloggospähre und ich find's einen guten, spannenden & wohltuenden Ort an dem ich mich wohlfühle ... und wenn ich meinen kleinen Teil dazu beitrage, dass dies so weiter geht, dann langt mir das schon. Auf die nächsten 10.000 Seitenaufrufe ....

Montag, 13. Juni 2011

Erster christlicher Abgeordneter im türkischen Parlament seit 1960!

Der Anwalt Erol Dora, ein Mitglied der aramäisch sprechenden syrisch-orthodoxen Christen aus der südöstliche Türkei, ist als erster Christ seit 1960 in das türkische Parlament gewählt worden! Der HErr segne seine Arbeit, das die dortigen Christen einen Hoffnungsschimmer & Zukunft haben und nicht vollständig vertrieben werden.

Dienstag, 7. Juni 2011

Repressive Toleranz

Zwei Meldungen, zuerst von vorgestern:

"Es liegt Zauber in der Luft"

und vor einem Jahr:

Streit wegen Kaplan spaltet Pfarrgemeinde

Eine typische Haltung für den 'liberalen' Flügel der katholischen Kirche und ich hab's leider überall so erlebt, dass man zwar gegen alles und jedes tolerant' sprich gleichgültig oder zustimmend ist, nur was irgendwie nach traditioneller Verankerung im katholischen Glauben ausschaut, wird mit gnadenloser Härte weggemoppt.

Wetten, dass die Segnung dieser gleichgeschlechtlichen Gemeinschaft  durch Pfarrer Thomas Tauchert keinerlei Konsequenz für ihn hat? Kardinal Marx ist viel zu medienbewusst und hatte wohl kaum Lust, sich durch das örtliche 'liberale' Lügenblatt "SZ" wegmixan zu lassen ... und der ehemalige Kaplan von H.W. Tauchert macht sich wohl seine eigenen Gedanken, was die 'Toleranz' seines ehemaligen Dienstherren betrifft ...

Freitag, 3. Juni 2011

Akademische Bloggospähre

Bin gestern mal die katholischen Blogs durchgegangen und habe mich gefragt, gibt's eigentlich auch nicht-akademische katholische Blogger? Bei zwei oder drei war ich mir nicht sicher, der große Rest scheint imho über ein abgeschlossenes Studium zu verfügen oder zumindest ein solches anzustreben ... was sagt das eigentlich über die katholische Bloggospähre aus?

Mittwoch, 1. Juni 2011

Augsburger Kirchen: Galluskirchlein


Galluskirchlein bei St. Stephan

Galluskirchlein von innen

Das Galluskirchlein steht neben der Benediktinerabtei St. Stephan und ist die älteste erhaltene Kirche in Augsburg - die ursprüngliche Anlage stammt wohl aus spätrömischer Zeit. Unter dem unmittelbar daneben liegenden Kloster St. Stephan wird seit Ausgrabungen in den 60'igern Jahre das römische Forum vermutet; eine alte christliche Kirche am Zentrum des römischen Augsburgs hätte innere Logik.

Die heutige Gestallt der Kirche ist aus dem 9. Jhd. und soll nach Brand und Wiederaufbau 1051 von Papst Leo IX. in Anwesenheit Kaiser Heinrichs III. neu geweiht worden sein. Die Kirche wurde mehrmals umgebaut, die jetzige Einrichtung stammt aus dem Jahr 1589. Die Kirche enthält unter anderem das Grab der Äbtissin Ellen, der Schwester des Bistumspatrons St. Ullrich.

Zuletzt wurde das Kirchlein 2002-2006 renoviert und ist am 16. Oktober 2006 vom damaligen Bischof S.E. Walter Mixa neu geweiht worden. Heute führt diese Kirche leider ein Schattendasein und ist fast immer abgeschlossen, die wenigsten Augsburger kennen sie noch, was schade ist, spielt sie doch in Augsburg eine bedeutende Rolle im katholischen Leben nach dem Krieg.

Dieses Kirchlein war nämlich in den letzten Kriegsjahren und nach '45 Ort, wo in Augsburg die liturgische Bewegung ihre ersten Gehversuche in der 'erneuerten' Liturgie gemacht hat. Oft wird ja behauptet, die neue Liturgie sei ein Kind des 2. Vatikanischen Konzils, was natürlich falsch ist. Die liturgischen Reformen worden Jahrzehnte vorher an Orten wie dem Galluskirchlein vorweggenommen. 

Es ist schwierig die Geschichte zu rekonstruieren, es war wohl so, dass während des Krieges ein Benediktinerpater aus der "Jugendbewegung" das Galluskirchlein zu einem liturgisches Zentrum für Erwachsene gemacht hat, die in den 20'iger und 30'iger Jahre im Quickborn und anderen Arbeitskreisen sozialisiert worden waren. Was sie dort in ihrer Jugend als Ideale gelernt haben, wollten sie nun als Erwachsene -unter anderem- in einer erneuerten Liturgie umsetzen. 

Ich mag kein pauschales Bashing der liturgischen Bewegung, aber die Beobachtung von Martin Mosebach, dass mit ihr das 'liturgisches basteln' in die Welt gekommen ist, sehe ich genauso. Ich habe Fotos von diesen Feiern gesehen, wo im Grunde alles vorweggenommen worden ist, was 35 Jahre später dann in der Messreform von S.H. Papst Paul VI. umgesetzt wurde - Mahltisch, Handkommunion, Zelebration verso populo und vieles mehr.

Man muss ehrlich sein und die Theorie, dass irgendwelche Schurken [etwa Erzbischof Annibale Bugnini] in ihrer Kammer eine Liturgiereform ausgebrütet hatten und diese in einem bedauerlichen Anfall von geistiger Umnachtung des damaligen hl. Vaters P6 auch durchsetzen konnten, ist schlicht und einfach falsch. Die liturgische 'Erneuerung' hat Jahrzehnte vorher begonnen und viele Kirchenleute, die heute um die 70 sind, sind schon als Jugendliche an Orten wie dem Galluskirchlein mit einer bestimmten 'kreativen' Vorstellung der katholischen hl. Messe geimpft worden.