Seiten

Dienstag, 7. Juni 2011

Repressive Toleranz

Zwei Meldungen, zuerst von vorgestern:

"Es liegt Zauber in der Luft"

und vor einem Jahr:

Streit wegen Kaplan spaltet Pfarrgemeinde

Eine typische Haltung für den 'liberalen' Flügel der katholischen Kirche und ich hab's leider überall so erlebt, dass man zwar gegen alles und jedes tolerant' sprich gleichgültig oder zustimmend ist, nur was irgendwie nach traditioneller Verankerung im katholischen Glauben ausschaut, wird mit gnadenloser Härte weggemoppt.

Wetten, dass die Segnung dieser gleichgeschlechtlichen Gemeinschaft  durch Pfarrer Thomas Tauchert keinerlei Konsequenz für ihn hat? Kardinal Marx ist viel zu medienbewusst und hatte wohl kaum Lust, sich durch das örtliche 'liberale' Lügenblatt "SZ" wegmixan zu lassen ... und der ehemalige Kaplan von H.W. Tauchert macht sich wohl seine eigenen Gedanken, was die 'Toleranz' seines ehemaligen Dienstherren betrifft ...

Kommentare:

wk1999 hat gesagt…

Dieser Bewertung kann ich nur zustimmen. Ich habe in ähnlicher Hinsicht in meiner Gemeinde Erfahrungen gemacht. Untersagung einer (einmaligen) Zelebration einer Messe im a.o. Ritus aber gleichzeitig öffentliche Kritik an Zölibat, Gutheißung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften und Wiederverheiratung von Geschiedenen. Da wird mit zweierlei Maß gemessen.
Sehr guter Begriff dafür: "Repressive Toleranz".

wk1999

oliver hat gesagt…

Hallo wk1999,

sinnigerweise wurde der Begriff "Repressive Toleranz" 1965 vom altlinken Stalin-Fan Herbert Marcuse geprägt, der schon damals genau das wollte, was heute überall passiert, das nämlich bestimmte 'rückschrittliche' Ideen -wie etwa Religion- im Namen von Toleranz & Fortschritt unterdrückt werden dürfen. Marcuse hat 1968 'Intoleranz' als Merkmal des kommenden Humanismus gefordert und es geschieht so, wie er es wollte, dass man nämlich gegen allen & jeden 'tolerant' ist, nur nicht gegen die Reaktionäre, Konservativen & Rechten oder wie man sonst alles nennt, was einem nicht in dem Kram passt.

wk1999 hat gesagt…

Hallo Oliver,

das mit Herbert Marcuse war mir neu. Ein ziemlicher Augenöffner, da wird einem einiges klar. Verblüffend ist nur, wie sich solch ein Verhalten selbst in kirchliche Kreise einsickern konnte. Falsche Lehren werden als wahr hingestellt, und die Lehre der Kirche wird unterdrückt. Aber Leute wie diesen "Pfarrer" Tauchert kann man meines Erachtens nicht mehr als Priester bezeichnen, ich kenne in meinem Pfarreienverband auch einige solcher Pseudo-Priester. Manchmal kommt es mir vor, als ob der Heilige Geist bei der Ordination nicht auf sie herabgestiegen ist - oder sie haben sich ihm verweigert.

wk1999

Kommentar veröffentlichen